Prolog

 

 

zum westfalen an sich...

 

 

 

Westfalen in Westfalen 

 

Laut Klischee sind die Westfalen stur. "Westfäölske Dickköppe" nennt man sie. Doch der Westfale soll auch sehr zuverlässig sein. Er macht nicht viele Worte, aber wenn er etwas sagt, dann kann man sich drauf verlassen.

 

Gott und Sankt Peter gehen über die grüne, westfälische Landschaft. Da sagte Sankt Peter: "Lieber Gott, schaff‘ Menschen in dieser Einsamkeit!" Und Gott berührte eine hohe, knorrige und zähe Eiche und sagte: "Werde ein Mensch!". Plötzlich formten sich die Äste zu Armen, die Wurzeln zu Beinen und aus dem Blätterdach entstand der Kopf – der erste Westfale war geboren. Er erhob sich und sagte empört: "Was stößt er mich? Was tut er auf meinem Grund und Boden?"

Mit Humor genommen
Witze über die Westfalen gibt es einige. So heißt es auch, dass man erst einen Sack Salz mit denen gegessen haben muss, bevor man sich mit ihnen versteht. Aber das trifft nicht immer zu. Mit manchen muss man auch zwei Säcke Salz gegessen haben. Dass Vorurteile sich lange halten, wissen die Westfalen auch und erzählen solche Witze über ihre Mentalität gerne selber mit einem Augenzwinkern.

Den Westfalen an sich gibt es aber eigentlich nicht, genauso wie es das eine Westfälisch nicht gibt: Im Norden, in Rheine, wird ein anderes Platt gesprochen als in Münster, Beckum oder Stromberg und dahinter kommt schon das Sauerländer Platt. Darum fühlen sich viele Leute auch nicht in erster Linie als Westfalen. Sie identifizieren sich stärker mit den Unterregionen Westfalens und sehen sich also eher als Münsterländer, Sauerländer oder Siegerländer.

Heimatgefühle
Verlässt ein Westfale jedoch seine Region und hält sich in der großen weiten Welt auf, dann entwickelt er plötzlich Heimatgefühle. Und vielleicht fängt es sogar an wie ein Verrückter nach einer Mettwurst, dem traditionellen Gericht der Region, zu suchen. In einer Sache sind sich Münsterländer, Siegerländer und Sauerländer im Ausland jedenfalls auf einmal einig – Sie sind doch alle Westfalen, egal ob in Tokio, New York oder Johannisburg.

Autorin: Nicole Scherschun

 

Quelle : Deutsche Welle   

 

 

 

Westfale mit Erdapfel / Fotomontage : die Kartoffel wurde stark verkleinert

 

http://www.muenster.de

münster - der nabel westfalens  der kiepenkerl

 

Münster - Die Lambertikirche und die Geschichte von

Bernd Knipperdolling,Jan van Leyden und Bernd Krechting

 

 

 

 

Bildergalerie: 4 Bilder
 
von weiten sieht es ganz harmlos aus, aber ....
 
 

 

 
Bernd Knipperdolling


Bernd Knipperdolling war einer der drei bekannten Anführer im Täuferreich. Er wurde ca. 1495 in Münster geboren und trug eigentlich den Namen "van Stockem", den er jedoch ablegte. Am 22. Januar 1536 ist er auf dem Prinzipalmarkt ermordet worden.
Bernd Knipperdolling stammte aus einer wohlhabenden Tuchhändlerfamilie. Über seine Jugend ist relativ wenig bekannt. Man weiß aber, dass er 1525 eine gewisse "Margaretha Kannengeter" heiratete, die jedoch nach Fall des Täuferreiches, aufgrund ihrer Überzeugung zu eben dieser Religion, hingerichtet wurde. Bernd Knipperdolling geriet schon 1528 in Konflikt mit dem Bischof, den er anklagte. Da dies zu der Zeit nicht üblich war, wurde er als selbstbewusst angesehen. Ferner war er relativ früh Mitglied eines radikalen Flügels der Täuferbewegung, die sich um den Prediger Bernd Rothmann sammelten. Am 15. Januar 1534 vollzog er erste "Erwachsenentaufen" in seinem Haus, was seine Überzeugung zum Täufertum zeigt. Zuerst wurde er durch Johann Bockelson (Jan van Leyden) zum Scharfrichter ernannt und nach der Erhebung Bockelsons zum König wurde Knipperdolling zum Bürgermeister von Münster ernannt. Nach der eineinhalb Jahre andauernden Belagerung wurde Münster von "Bischof Franz Graf von Waldeck" zurückerobert und Bernd Kniperdolling wurde verhaftet. Zusammen mit Bernd Krechting und Jan van Leyden wurde er auf dem Prinzipalmarkt mit glühenden Zangen gefoltert und anschließend erdolcht. Daraufhin wurden die Leichnahme in die drei eisernen Körbe gesperrt und an den Kirchturm der Lambertikirche gehängt.


Jan van Leyden

Jan van Leyden, sein bürgerlicher Name war Johann Bockelson, wurde um 1509 als Sohn eines Schulzen und einer Dienstmagd geboren. Er wuchs in eher einfachen Verhältnissen auf. Van Leyden erlernte das Schneiderhandwerk und arbeitet in Flandern und England. Danach zog er nach Leyden und heiratete die Witwe eines Schiffers. Als Kaufmann reiste er bis nach Lübeck und Lissabon. 1533 lernte er Jan Matthys, einen ranghohen Mann der Täufer, kennen und ließ sich von ihm taufen. Dann wurde Leyden Wanderprediger der Täufer bevor er nach Münster kam, um Matthys zu helfen das Täuferreich auszubauen. Nach Matthys Tod am 5.April 1534 wurde Jan van Leyden alleiniger Herrscher der Täufer in Münster. Nach der Eroberung Münsters wurde Jan van Leyden am 20. Januar 1536 in Münster zu Tode gefoltert.

Bernd Krechting

Bernd Krechting wurde vor 1500 als Sohn eines Stadtschreibers in Schöppingen geboren. Er erhielt wie seine fünf Brüder eine höhere Schulbildung. Später wurde er Geistlicher, dann Hauslehrer beim Grafen von Bentheim. Daraufhin erlangte er eine Pfarrstelle zu Gildehaus in der Grafschaft Bentheim und verkündete dort propagandistische täuferische Lehren. Aus diesem Grund wurde er jedoch kurz darauf entlassen. Mit denjenigen, die er überzeugt hatte, zog er ins westfälische Münster. Dort wurde er einer der täuferischen Pfarrhelfer. In der Hofordnung des Jan van Leiden war er als Rat tätig. Am 22. Januar 1536 wurde er gemeinsam mit Jan van Leiden und Bernd Knipperdolling auf dem Prinzipalmarkt in Münster zu Tode gefoltert. Sie wurden mit glühenden Eisenzangen eine Stunde lang gefoltert und schließlich mit einem glühenden Dolch getötet. Schließlich wurden sie hoch oben an der Lambertikirche aufgehangen. Diese Aktion sollte zur Abschreckung derjenigen dienen, die sich der Kirche widersetzten.

 

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auf dieser Seite gibt´s noch mehr Informationen dazu

 

 

 

 

 

 

 

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